Schlagwortarchiv für: Aktivitäten

Die Gewinner-Fotos für den „Lahnwanderweg “ Kalender stehen fest

Die Gewinner-Fotos für den „Lahnwanderweg “ Kalender stehen fest.

Positives Fazit der Aktivitäten zum Jubiläum „10 Jahre Lahnwanderweg“

Mit einem bunten Reigen aus Veranstaltungen und Angeboten zum Mitmachen endete der aktive Teil des Jubiläumsjahres „10 Jahre Lahnwanderweg“. Der Lahntal Tourismus Verband e.V. (LTV) zieht ein überaus positives Fazit, weil einfach alles stimmte.

#IchbinLahntaler – Die Natur in sich spüren – eine Erfüllung

In seiner Lieblingsdestination dasLahntal kombiniert Wanderexperte und Blogger Jörg Thamer auf besondere Weise Erdverbundenheit und moderne Medien

Jörg Thamers Leben ist das Wandern in der Natur. Das Lahntal hat dem gebürtigen Nordhessen so imponiert, dass er seinen Wohnsitz schon vor Jahren nach Limburg verlegte. In der Stadt mit dem imposanten Dom ist er auch näher am Lahnwanderweg – einem Premium-Wanderweg, der es ihm besonders angetan hat. Neben dem Erkunden der abwechslungsreichen 19 Etappen liegt ihm auch der Wanderweg selbst am Herzen. Bereits seit mehreren Jahren setzt er sich ehrenamtlich als Wegepate dafür ein, dass auch andere Outdoorenthusiasten ebenso schöne Naturerlebnisse haben wie er. Dabei prüft Thamer persönlich die Wegequalität und Wegweisung des Streckenabschnitts zwischen Limburg und Villmar.

Der angenehme Nebeneffekt bei einem passionierten Wanderer, der „alles unter drei Stunden als Spaziergang“ bezeichnet, ist die körperliche Fitness. Schon vor seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben war Jörg Thamer sportlich gefordert gewesen. Seit langem hat Thamer das Geocaching, Bloggen und Wandern zu seinen Hobbies gemacht. Und schon damals legte Ehefrau Doris mit ihm viele Kilometer zurück und teilt bis heute seine Wanderleidenschaft.

„Die Natur aufnehmen, in sich spüren“ – für ihn eine Erfüllung. Dem Lahntal und der Lahn kann Jörg Thamer besonders viel abgewinnen. „Wasser gibt Leben“, fasst er lächelnd zusammen. Es ist die Kombination aus naturnahen Wegen, dem Plätschern des Wassers, leichten An- und Abstiegen und der Aneinanderreihung charmanter Städte und Dörfer mit Geschichte, die diese Destination zum Sehnsuchtsort für Urlauber und Naherholungssuchende gleichermaßen werden lässt. Lieblingsstartpunkt auf dem Lahnwanderweg ist seine Wahlheimat Limburg, wo er sich 1994 niedergelassen hat, und die er besonders reizvoll findet. Ein echter Lahntaler durch und durch.

Im Ehrenamt hat Jörg Thamer für den Wegeabschnitt von Limburg nach Villmar die Wegepatenschaft übernommen. Weil ihm die Strecke am Herzen liegt, überprüft er zweimal jährlich den Zustand des Weges, der Wegweiser, der Schilder.

Seine langjährige Wandererfahrung, die Liebe zur Natur und der Region, sein Engagement in der Pflege der Infrastruktur und nicht zuletzt seine authentischen Blogbeiträge machen Jörg Thamer für das Lahntal seit Jahren zu einem wertvollen Botschafter. Seine authentischen Berichte auf Facebook und Instagram, die leidenschaftlichen Schilderungen kleiner und großer Überraschungen am Wegesrand und in der Ferne laden dazu ein, im Lahntal selbst auf Entdeckungsreise zu gehen.

Alle Informationen zum Lahnwanderweg finden sich auf www.lahnwanderweg.de.

Jörg Thamer, Jahrgang 1963, ist seit rund sieben Jahren Kooperationspartner des Lahntal Tourismus Verbandes (LTV) in Wetzlar. In seinen Blogs werden das Wandern in der Heimat (Lahntastisch) und das Wandern jenseits der Heimat (Outdoorsüchtig) beschrieben. Seit mehreren Jahren ist Thamer Wegepate für den Lahnwanderwegabschnitt von Limburg bis nach Villmar. Der Lahnwanderweg ist ein zertifizierter Premiumwanderweg, der über den LTV gepflegt wird. Ein großes Projekt von Jörg Thamer ist aktuell das Schreiben eines Wanderführers. In der Reihe „Wandern für die Seele“ (Droste-Verlag) wird die Ausgabe „Lahntal“ von ihm stammen. Die 20 Wanderungen hat sich der viersprachige Wanderexperte selbst ausgesucht und zusammengestellt. Das Erscheinen der Ausgabe ist für August 2023 geplant.

#IchbinLahntaler – Eine Auszeit auf Fleckenbühl

Der Erlebnisbauernhof Fleckenbühl in Schönstadt bei Marburg ist das, wonach viele oft stundenlang im Internet suchen. Er ist ein Ort, perfekt für einen Tagesausflug und gut geeignet für die ganze Familie. Fleckenbühl bietet Aufenthalt in der Natur, gastronomischen Genuss mit hochwertigen Produkten, die Nähe zu Tieren, die Möglichkeit, Spaziergänge zu machen und frische Lebensmittel einzukaufen. Ein Areal für sich, jedoch rund um die Uhr zugänglich.

240 Hektar Land bewirtschaftet Fleckenbühl. Hier gibt es 60 Milchkühe, 25 Ziegen, eine Käserei, Obstplantagen, Getreidefelder, Gemüsebeete, Beerensträucher. Es macht Freude, zu sehen, wie gepflegt der riesengroße Garten ist und wie gesund die Nahrungsmittel aussehen. Der Hof arbeitet nach DEMETER-Standard. Das setzt Maßstäbe.

Angy Neutzner strahlt mit der Blumenpracht um die Wette. Die gebürtige Dillenburgerin liebt die farbenfrohen Blüten und wurde im Laufe der Jahre auf Fleckenbühl eine richtige Pflanzenkennerin. Nach anderthalb Jahren Arbeit in der Landschaftspflege weiß sie genau, was wie blüht und wie lange – und welche Blüten sogar essbar sind. Damit dekoriert sie Speisen, bereitet aber selbst auch Wildkräuteressig, Wildkräuterpesto, Marmeladen und Holunderblütensirup zu. Ein Mix aus Fleckenbühler Minze und Limettensirup ist beim sommerlichen Besuch der wohl erfrischendste Drink, den man sich vorstellen kann. Wir durften ihn probieren!

Die junge Frau schätzt ihren Arbeitsplatz mitten im Lahntal, mitten in der Natur. Da ihr der Kontakt zu Menschen liegt, absolvierte sie zusätzlich eine Ausbildung zur Verkäuferin. Erst half sie im Hofladen nur aus, als Mitarbeiter gesucht wurden. Letztlich entschied sie: Das wird mein Job auf Dauer. „Verkauf ist mein Ding“, weiß sie heute. Die Gestaltung der Käsetheke, die Präsentation und Verkostung liegen ihr besonders. Mit ihrem erworbenen Wissen gibt sich die Lahntalerin nicht zufrieden. „Da ist vieles, was ich noch zusätzlich durch Nachlesen erfahre.“ Dass sie das Leben auf Fleckenbühl abschalten lässt und Kraft gibt, ist die eine Sache. Die andere ist, dass Angy ihre Vergangenheit neu erlebt. „Mit meinem Opa war ich oft in der Natur, das taucht wieder vor mir auf. Und es ist so schön, zu sagen: „Ich geh‘ mal in den Garten.“

Küchenchef Andreas Schwarzer kann sich keinen besseren Arbeitsplatz vorstellen als die Brasserie auf Fleckenbühl, den Gastro-Bereich. Er ist mit Leib und Seele Koch, hat einen Anspruch an sich selbst und möchte dem Gast nur das Beste servieren. „Ich liebe es, etwas anbieten zu können, was andere nicht haben, und hier klappt das perfekt.“ Gedanken um die Herkunft der Lebensmittel braucht man sich auf Fleckenbühl nicht zu machen, weiß er. Die Qualität der Zutaten liegt auf höchstem Niveau – ein gutes Gefühl.

Die Brasserie gleich rechts am offenen Eingangsbereich von Fleckenbühl ist beliebt. Das Beste: Man ist schon dort, bevor man gesucht hat. Ob mit Rad oder Auto: Der Weg vom Parkplatz aufs Gelände ist kurz. Dann rechts – und man ist am Ziel. Rund um das Gebäude, das Innenbewirtung bietet und den Hofladen mit Bio-Sortiment beherbergt, findet der Gast ein paradiesisches Areal. Gut beschirmt für Sonnenwetter ist das Gelände ein idealer Ort für die Außengastronomie – ob für Mittagspause, den Treff mit Freunden, Kollegen oder für den Familienkreis. Nicht nur Bürgermeister Dr. Jens Ried schwärmt von dem kulinarischen Angebot der Fleckenbühler: „Hier finden alle etwas für ihren Geschmack. Eine gastronomische Bereichung für unsere Großgemeinde.“

Wie gut Andreas Schwarzer und sein 15köpfiges Küchenteam arbeiten und wie lecker die Ergebnisse sind, das hat sich herumgesprochen. Neben Frühstück, Kaffee und Kuchen wird auch Herzhaftes in Form von Suppen, Snacks und kleinen Mahlzeiten angeboten. Die Mittagsgerichte wechseln täglich. Backwaren werden aus der Fleckenbühler Vollkornbäckerei geliefert und stehen auch an der Theke zum Verkauf zur Verfügung.

Andreas Schwarzer, inzwischen Bereichsleiter von Brasserie und Hofladen, liebt seine Arbeit. „Schon mit 16 wusste ich, dass ich Koch werden wollte.“ Der Beruf, den er mit Passion ausübt, hat ihn über die Jahre in Sterne-Häuser im In- und Ausland geführt, allerdings auch gesundheitlich ans Limit. „Ich habe Stressresistenz falsch verstanden und zum Abschalten den Alkohol benutzt,“ blickt er zurück. Arbeitszeiten und Anforderungen des Berufs ließen sich für den Küchenchef nicht immer in Einklang bringen. Der Hof Fleckenbühl, der sich Suchthilfe auf die Fahnen geschrieben hat, schenkte Andreas Schwarzer seit 2013 wieder ein unbeschwertes Leben, frei von Suchtmitteln.

Der Koch aus Leidenschaft, der seit 2017 in Wetzlar wohnt, spricht offen darüber. Einen gewissen mahnenden Unterton sendet er dabei aus. „Heute kompensiere ich berufliche Belastung mit Ausflügen in die Natur, nach Braunfels, in die Burgenlandschaft an der Lahn, nach Laubach, nach Münzenberg, mit Unternehmungen auf den Premium-Wanderwegen im Lahntal und mit Schlauchboottouren. Der gebürtige Thüringer fühlt sich inzwischen als Lahntaler: „Hier habe ich wieder Lebensqualität gelernt.“

Informationen zum Hof Fleckenbühl finden sich hier.

VON BURG ZU BURG – WANDERN IM GLEIBERGER LAND

Ja, richtig gelesen! Wir haben die Rucksäcke gepackt, die Schnürsenkel festgezogen und sind wandern gegangen! Gut, zugegebenermaßen waren es nur knapp sieben Kilometer (spricht man dann noch von einem Spaziergang?) aber es ist ja bekanntlich auch noch kein Wandersmann vom Himmel gefallen 😉 Dafür gibt es auf dieser malerischen Route das volle Burgfräulein-Gefühlspaket und jede Menge zu staunen. Hört sich vielversprechend an? Dann kommt mit uns auf Tour und erfahrt, wo wir waren!

Wir haben für Euch die Route mit Komoot aufgezeichnet, sodass alle, die es nach diesem Artikel in den Füßen juckt, gleich loslegen können. Den Link findet ihr hier: www.komoot.de/tour Wir wünschen Euch viel Spaß und Glück auf!

So, los geht´s. Zunächst mit dem Auto. Das stellen wir an dem kostenfreien Parkplatz unterhalb der Burg Gleiberg ab. Daraufhin geht es direkt auf den angrenzenden Lahnwanderweg. Die Burg, deren eindrucksvoller Anblick sich über uns eröffnet, lassen wir zunächst links (bzw. rechts) liegen. Man hebt sich doch das Beste für den Schluss auf, richtig?

Wir machen also unsere ersten Schritte entlang des Lahnwanderwegs, welcher dieses Jahr übrigens sein 10-jähriges Jubiläum feiert. Herzlichen Glückwunsch an dieser Stelle! Bereits nach wenigen Metern, können wir erahnen, wieso er 2021 zum zweitschönsten Wanderweg Deutschlands gekürt wurde. www.lahnwanderweg.de

Zu unserer Linken lässt der Ausblick auf die Burgruine Vetzberg und den dahinterliegenden Dünsberg unsere Augen groß werden. Doch auch der Blick über die rechte Schulter könnte nicht schöner sein. Von der Gleiberger Burg aus der Froschperspektive und dem strahlend blauen Himmel darüber, können wir gar nicht genug Fotos schießen. Während sich unsere Bildergalerie auf dem Handy langsam, aber sicher füllt, geht es für uns entlang eines schmalen Weges und vorbei an einigen Schrebergärten weiter bergab. Wir gelangen nach einigen Minuten an den Ortsrand von Krofdorf-Gleiberg und überqueren dort die Hauptstraße.

Nachdem wir eine kleine Brücke passiert haben, trennen wir uns nun vom Lahnwanderweg und folgen den Schildern des Kelten-Römer-Pfads, welcher sich seinen Weg rechts unterhalb der Vetzberger Burgruine bahnt. Wir befinden uns nun ziemlich genau in der Mitte der beiden Burgen und müssen wieder einige Male anhalten. Entlang der Rapsfelder blühen bereits Mohn- und Kornblumen, die mit ihren leuchtenden Farben das ideale Vordergrundmotiv bieten. Dem breiten Schotterweg folgen wir vorbei am Schützenhaus, bis die Steigung des Weges langsam wieder zunimmt. Ein kleines Holzschild verrät uns, dass wir uns nun “Am Seeberg” befinden. www.kelten-roemer-pfad.de

Nachdem wir scharf links abgebogen sind, rückt die Burgruine in greifbare Nähe. Eingerahmt von einer großen Obstbaumwiese, können wir bereits das kleine Turmfähnchen im Wind flattern sehen. Nun heißt es Zähne zusammenbeißen und den Anstieg nach oben meistern. Über viele kleine Trampelpfade gelangen wir schließlich auf die Straße, welche uns direkt an den Fuß der Ruine bringt. Noch einmal holen wir tief Luft und klettern nach ganz oben. Der Ausblick belohnt uns alle mal.

Nach einer kurzen Verschnaufpause sammeln wir die Kräfte und begeben uns auf den Rückweg. Wir passieren zunächst das alte Backhaus und durchqueren anschließend die historische Dorfbefestigung, eine enge Durchfahrt, welche noch aus dem 14. Jahrhundert stammt.

Bergrunter fallen uns die Schritte durch das kleine Örtchen leicht und so finden wir uns im Nu außerhalb im Industriegebiet wieder. Ehrlicherweise ist dies wohl nicht unbedingt der schönste Streckenabschnitt, aber wer seinen Blick nach links gerichtet hält, kann den Gleiberg hier noch einmal aus einer ganz anderen Perspektive bestaunen. Von den ausladenden Getreidefeldern, welche sich langsam im Wind wiegen, müssen wir natürlich wieder ein paar Fotos schießen.

Während die Burg Gleiberg nun wieder näher rückt, entdecken wir hinter dem Fohnbach einen kleinen Weiher, welcher mit einem grünen Teppich aus Wasserlinsen bedeckt ist. Wir nutzen den idyllischen Anblick für eine kleine Pause und lauschen dem beruhigenden Vogelgezwitscher.

Wir nähern uns dem Ziel. Man erkennt es unschwer an der Steigung, die vor uns liegt. Die Sonne steht nun schon tief und wirft lange Schatten über den Feldweg. Die Burg nicht aus den Augen lassend, meistern wir den Anstieg nach oben. Der starke Wind gibt uns ein bisschen Auftrieb.

Geschafft! Oben angekommen haben wir uns wohl eine Stärkung verdient! Der Albertusgarten ist der ideale Ort dafür. Wir gönnen uns also ein kühles Getränk und genießen den Ausblick über das Gießener Becken bis zum Vogelsberg bei einem leckeren Flammkuchen.

Anschließend drehen wir noch eine Runde über das Burginnere. Hier findet ihr auch das Restaurant Nassauer Stuben. Dort erwartet Euch eine exklusive Küche! Feinschmecker sollten sich einen Besuch auf keinen Fall entgehen lassen. www.burggleiberg.de/gastronomie

Mit ein paar letzten, atemberaubenden Aufnahmen aus dem Inneren der Burg beschließen wir unsere erste gemeinsame Wandertour und treten bei Sonnenuntergang die Heimfahrt an. www.daslahntal.de/gleibergerland

Euch hat der Blogbeitrag gefallen? Dann folgt uns gerne auf Instagram und lasst ein Herzchen da!
Euer THM Projekt Team

*** Alle angegebenen Informationen beruhen auf persönlichen Erfahrungen und entsprechen unseren eigenen Einschätzungen. Bei der Auswahl der Lokalitäten mussten wir eine Eingrenzung vornehmen. Die Bandbreite an Attraktionen ist natürlich wesentlich größer als hier abgebildet. Wir wünschen Euch viel Spaß beim Entdecken! ***

Reisebloggerinnen wandern die Küppeltour

WANDERUNG ZUM GABELSTEIN MIT TRAUMHAFTEM LAHNSCHLEIFEN-BLICK

RUND UM DEN KÜPPELBERG

Die 17 Kilometer lange Küppeltour wird dich begeistern. Und das nicht nur mit einem, sondern gleich mehreren Aussichtspunkten. Bevor du diese erreichst, wird aber die eine oder andere Schweißperle fließen, denn schließlich gilt es 470 Höhenmeter zu bezwingen.

Dein Auto stellst du am kostenfreien Parkplatz oberhalb von Balduinstein ab. Schon zu Beginn der Tour werden deine Waden ziemlich beansprucht. Hinauf geht’s über eine Wiesenpassage zum Schloss Schaumburg. Unser Tipp: jetzt wo du einmal warm bist, setze deine Tour direkt fort und mache noch keinen Stopp am Schloss. Die Wanderung bringt dich am Ende über einen Schlenker durch die Terrassengärten der Schaumburg zurück zum Ausgangspunkt.

DAS MACHT DIE TOUR SO BESONDERS…

RAST AN DER WALDBANK

Dein erster Stopp ist der mit Efeuranken geschmückte Eichen- und Buchenwald: der perfekte Ort für eine Kaffeepause. Eine Bank mit Tisch wurde extra dafür hergebracht. Lehne dich zurück und genieße den Moment.

FELDKIRCHE HABENSCHEID

Statt Glockengeläute gibt’s an der Feldkirche in Habenscheid Hühnergegacker. Umgeben von Wald und Wiese stehst du hier an einem Ort der Ruhe und Idylle.

FACHWERKDORF WASENBACH

Weiter geht’s! Bald erreichst du das kleine Dorf Wasenbach, welches dich mit typischen Häusern im Fachwerk-Look begrüßt. Kindheitserinnerungen werden durch den nostalgischen Kaugummiautomat mit CenterShocks geweckt.

PICKNICKSPOT AM KÜPPELBERG

Bei Kilometer sieben eröffnet sich dir ein herrlicher Blick auf den Namensgeber der Tour, den Küppelberg. Dieser Spot schreit doch nach einem Picknick, oder?

FELSENMEER IM ALPINEN LOOK

Die Küppeltour hält auch ein kleines Abenteuer abseits des Wanderweges bereit: eine Kraxelei hinauf auf einen Aussichtsfelsen. Hier wird Höhenluft geschnuppert.

FOTOSTOPP LAHNSCHLEIFE

Der letzte Abschnitt der Tour hat es landschaftlich nochmal richtig in sich. Nachdem du die Brücke über einen naturbelassenen Bachlauf überquert hast, stehst du vor einer Bank und über den Kronen alter Laubbäume. Hallo Lahntal! Diese Aussicht lässt sich aber nochmals toppen: die Lahnschleife zeigt sich am Gabelstein von ihrer schönsten Seite. Da lohnt es sich richtig die Kamera zu zücken.

SCHLOSS SCHAUMBURG

Am Ende wartet noch ein traumhafter Schlossblick auf dich. Erst schaust du dir das prächtige Gebäude aus der Ferne an und dann stehst du plötzlich in den Schlossterrassen. Von hier ist es nur noch ein Katzensprung bis zum Auto zurück.

Bloggerinnen von „bevandert“ erkunden den LahnWeinStieg

VON DEN BEVANDERT-MÄDELS ALS LIEBLINGSTOUR 2021 AUSGEZEICHNET

Der brandneue LahnWeinStieg hat es in sich – konditionell, technisch und landschaftlich. 463 Höhenmetern werden auf 10 Kilometer bezwungen und halten so einige Überraschungen bereit. Die Bloggerinnen Alisa und Marina von bevandert haben die Wanderungen getestet und geben ihr die volle Punktzahl. Aber nicht nur das. Sie haben die Tour in die Riege der Top-bevandert Wanderungen 2021 aufgenommen.

DIESE HIGHLIGHTS ERWARTEN DICH…

DAS WEINDORF OBERNHOF

Schonmal was von unserem Lahnwein gehört? Wenn nicht, wird sich das nun ändern. Start der Wanderung ist kein geringerer Ort als Obernhof, dem Dorf für Weinanbau an der Lahn weit und breit. 3 Winzer halten hier immer noch die Stellung und versorgen die Region mit leckerem Riesling. Wenn du mit dem Auto anreist, findest du Parkplätze am Bahnhof und seiner unmittelbaren Umgebung. Alternativ ist eine Anreise mit dem Zug möglich. Egal wie du her findest, zunächst geht’s für dich ab zur Lahnbrücke und immer der Markierung des LahnWeinStiegs nach.

ALTE UND JUNGE WEINREBEN

Sowohl alte historische Terrassen der Lage Schreiberlay, sowie junge Rebpflanzungen zeigen sich dir auf der Tour. Dank EU-Fördermittel konnten neue Weinreben gepflanzt und somit die Zukunft des Weinbaus an der Lahn gesichert werden. Viele weitere Erklärungen zu unserer alten Weintradition findest du auf den Infotafeln am Wegesrand.

KRAXELEIEN & ALPINES AMBIENTE

Schmale und wilde Trails mit kleinen Hindernissen wie Leitern und Drahtseilversicherungen halten für dich während der Tour Abenteuer und Spannung bereit. Aber alles ganz ohne Druck. Wer sich nicht danach fühlt, wählt die Alternativroute und umgeht technisch schwierigere Passagen. Zum Reinkommen ins ‚alpine‘ Wandern besteigst du zu Beginn der Tour den Kassiopeia-Parcours. Wenn das reibungslos klappt, bist du auch für alle weiteren Kraxeleien auf der Tour gerüstet. Für den besonderen Kick läufst du die Tour andersherum und somit die Treppen abwärts! Unser Tipp: pack dir unbedingt ein Wechsel-Shirt mit ein. Die Tour fällt unter die Kategorie ‚ambitioniert‘. Das bedeutet wer schnell ins Schwitzen kommt, freut sich bei einer ausgiebigen Pause über trockene Klamotten.

TRAUMHAFTE AUSSICHTEN

Diese sind deine stetigen Begleiter. Da ist es Pflicht genügend Zeiten für Pausen einzuplanen und diese bestens zu genießen, Und dafür eignet sich die Aussichtsplattform Goethepunkt auf dem gleichnamigen Goetheberg besonders gut.

STOLLEN IM GELBACHTAL

Der Bergbau im Gelbachtal gehört der Vergangenheit an. Dafür wohnen heute Fledermäuse im Stollen. Manchmal trauen sie sich sogar hinaus. Augen auf!

FREILAUFENDE ZIEGENHERDE

In der steinigen Welt oberhalb des Lahntals fühlen sich muntere Ziegen richtig wohl. Obwohl sie ausgewildert wurden, sind sie super zahm und freuen sich über deinen Besuch.

SCHUTZHÜTTEN

Bei der Berg- und Mittelstation bieten dir Schutzhütten Unterschlupf, falls das Wetter mal nicht mitspielt und dich dennoch die Lust auf ein Picknick packt.

KLOSTERBLICK

Das Kloster Arnstein und waldige Bergrücken bestaunst du auf der Tour immer mal wieder. Am sogenannten Klosterblick mit Bank wartet ein schöner Sonnenuntergang auf dich. Wenn du die Tour in umgekehrter Richtung gehst, erreichst du den Spot nach ungefähr 30 Minuten von Oberhof aus.

UNSERE EINKEHR- UND ÜBERNACHTUNGSTIPPS

EINKEHR IM RISTORANTE FAUSTINO

Die Wanderung lässt sich bestens im Ristorante Faustino ausklingen. Von der kleinen Terrasse aus schaust du hier auf die Lahn, natürlich bei einem Glas ortseigenen Riesling. Und wie wär’s mit einer leckeren Antipasti-Platte dazu?

HOTEL AM GOETHEBERG IN OBERNHOF

Wer auf der Suche nach einer Unterkunft für seinen Wander-, Kanu- oder Radtrip ist, sollte sich unbedingt im Hotel am Goetheberg einchecken. Das kleine und persönlich geführte Haus hat richtig süß eingerichtete Zimmer in petto. Und für einen Blick in die Weinberge musst du nur die Hotelterrasse besuchen.

CAMPINGPLATZ WOLFF IN OBERNHOF

Für alle, die mitten in der Natur schlafen möchten, geht der Outdoorspaß auf dem Campingplatz Wolff weiter! Du stehst hier mit deinem Reisemobil direkt an der Lahn und bestaunst am Abend das beleuchtete Kloster Arnstein. Und das Beste: jeder Stellplatz besitzt seine eigene Feuerschale. Holz kann hinzu gekauft werden.

Rad-Bloggerreise durch das Lahntal

Meine Radreise im Lahntal

Schnell noch einen Blick in die Satteltaschen geworfen und ich stelle fest, dass ich alles dabei haben müsste für meine Radtour an der Lahn. Der Lahnradweg ist ein Klassiker, wenn es darum geht die Region aktiv zu entdecken. Während viele Radler aus östlicher in westlicher Richtung fahren, also von der Quelle in Richtung Mündung, wähle ich die andere Richtung und starte von dem Punkt in Lahnstein, an dem die Lahn in den Rhein mündet. Auf den Sattel und los geht’s!

Mein Rad rollt vorbei am historischen Wirtshaus an der Lahn und ich fahre am linksseitigen Flussufer mit Blick auf die Burg Lahneck. Vor mir öffnet sich ein grünes und beschauliches Tal, welches geprägt ist vom Fluss und seiner umliegenden geformten Landschaft. Es geht unter Bäumen hindurch, an saftigen Wiesen vorbei und immer am Wasser entlang. Sonnige und schattige Abschnitte wechseln sich auf dem Radweg ab bis nach Bad Ems.

In der sehenswerten Kurstadt, die seit dem Juli 2021 zum UNESCO Weltkulturerbe der ausgewählten Kurstädte in Europa gehört, lege ich eine Rast ein, fülle an der Römerquelle am Kurhaus meine Wasserflasche auf und genieße den Anblick der schönen Gebäude, für die Bad Ems bekannt ist. Über die Fußgängerbrücke fahre ich schließlich auf die rechte Lahnseite und bin schon bald wieder draußen aus der Stadt und mitten im Grünen.

Besonders gut gefällt mir, dass die Lahn relativ ruhig fließt, es in diesem idyllischen Tal recht beschaulich zugeht und man immer wieder an Schleusen und kleinen Booten vorbeikommt. Zudem gibt es viele kleinere und größere Orte mit Burgen und teils liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern. Ich fahre weiter durch Dausenau und Nassau mit der gleichnamigen Burg, die weithin sichtbar auf einem Berg thront, und schaue hinüber in den Freiherr-vom-Stein-Park und den Schlosspark. Unterwegs begegnen mir immer wieder Wanderer und Spaziergänger, die es ebenfalls an den Fluss zieht. Kleine Cafés laden zu einer Rast ein, doch ich setze meine Fahrt fort und radle bis zur nächsten Flussbiegung, die den Blick freigibt auf einen neuen Streckenabschnitt der Lahn.

Bald folgt ein schattiges Waldstück mit einigen Felswänden und wenig später fährt man am historischen Kloster Arnstein oberhalb der Lahn vorbei und dann hinunter bis zur Weinbaugemeinde Obernhof. Überrascht schaue ich auf steile Weinberge, die ich hier in der Region nicht vermutet hätte. Später erfahre ich, dass die Lage für hervorragende Riesling-, Regent- und Spätburgunderweine bekannt ist. Gut gefallen hat mir übrigens auch die Klosterkirche mit einer spannenden Mischung aus gotischen und romanischen Baustil-Elementen.

Mein Rad rollt gemütlich auf flacher Strecke und gut ausgebautem Asphalt weiter am Fluss entlang. Die Beschilderung des Lahnradwegs ist durchweg gut, wobei die Strecke fast selbsterklärend ist, denn sie verläuft meist direkt am Wasser. Meine Navigations-App auf dem Smartphone, die ich sonst in mir unbekannten Regionen öfter mal nutze, werde ich bei dieser Radreise nicht brauchen. Denn im Grunde kann man sich eigentlich nicht verfahren, sofern man die Lahn immer in Sichtweite hat.

Weitere schöne Ausblicke bieten sich mir auf die Klosterruine Brunnenburg und die Burg Laurenburg. Während der offizielle Radweg hinauf zu den Orten Scheidt und Holzappel führt, wähle ich die Route am Fluss entlang, die zu einem kleinen Teil einem Trail gleicht mit einigen Wurzeln und Steinen. Als Mountainbiker mag ich solche Abschnitte. Urwüchsig ist die Lahn hier und teils üppig bewachsen das Flussufer. Doch schon bald ist der Weg wieder asphaltiert und es wartet die nächste Lahn-Perle auf den Radler – das idyllische Balduinstein mit der gleichnamigen Burgruine und dem Schloss Schaumburg.

Von Balduinstein ist es nicht mehr weit bis zu den letzten beiden Orten auf dieser Radtour: das historische Diez mit seiner Altstadt und der Stadtmauer, dem Grafenschloss, der mittelalterlichen Stiftskirche und der alten Lahnbrücke. Von Diez aus sind es nur noch 4 km bis nach Limburg an der Lahn, dem Zielpunkt meiner Radtour. In der Domstadt unternehme ich einen Stadtbummel mit dem Lahn-Blogger Jörg Thamer und schaue mir den beeindruckenden Limburger Dom, die Burg Limburg, die Alte Lahnbrücke und die historische Altstadt mit den schönen Fachwerkhäusern an. Eine sehenswerte Stadt, für die man definitiv genügend Zeit einplanen sollte.

In Limburg an der Lahn endet meine Radtour. Die Strecke ist insgesamt gut zu befahren – auch ohne E-Bike – und bietet eine schöne abwechslungsreiche Strecke mit vielen Sehenswürdigkeiten und Einkehrmöglichkeiten. Der Radweg ist gut ausgebaut, eindeutig beschildert und es gibt ausreichend Bänke und Rastpunkte.

 

Valentinstag im Lahntal

Heute daran denken, die Liebsten zu beschenken 
Oooooh, da war doch was heute? Für alle, die den Valentinstag nicht mehr auf dem Schirm hatten: Hier kommt die zuverlässige Erinnerung aus dem Lahntal! Wer seiner Liebsten oder dem Angebeteten auf die Schnelle noch eine Freude machen möchte: Es gibt seeehr viele Möglichkeiten – gerade in unserer Region. Das berühmte historische Liebespaar aus Wetzlar machte es vor: Goethe und seine Lotte versinnbildlichen seit vielen Jahren die innige Zweisamkeit an der Lahn. Wie romantisch sie doch aussahen – eine perfekte Inszenierung in unserer Fotogalerie. Von der Quelle bis zur Mündung, von Bad Laasphe bis hinter Bad Ems finden Sie verschiedenste Restaurants und Konditoreien zum gemeinsamen Speisen und Genießen. Das könnte ein Vorschlag für entspannende Stunden zu zweit sein. Der 14. Februar ist kalendarisch nicht gerade der ideale Ausflugstag. Wenn Sie beide wetterfest sind, kann ein Picknick unter freiem Himmel aber auch dann reizvoll sein. Alternative: Sie ziehen die Wanderung vor und verschieben die Open Air-Mahlzeit ins Frühjahr. Noch eine andere Idee möchten wir präsentieren. Am höchsten Ort des Marburger Stadtgebiets, dem 400 Meter hohen Spiegelslustturm, gibt es ein Lichtkunstwerk in Herzform. Dies wurde vor 14 Jahren zum Gedenken an die heilige Elisabeth installiert. Wer seine Liebe durch dieses Herz zum Ausdruck bringen möchte, kann es kostenpflichtig eine ganze Nacht leuchten lassen. – Und für wen „brennen“ Sie?

 

5 Tage unterwegs auf der Lahn von Diez bis Bad Ems

Kanufahren? Ich? Und dann noch fünf Tage hintereinander auf der Lahn? Ist das was für mich? Schaffe ich das überhaupt? Diese Gedanken schossen durch meinen Kopf als ein guter Freund diese für mich „abwegige“ Idee für den nächsten Urlaub vorschlug. Nach diesen fünf Tagen wusste ich es besser…

Tag 1 – Start Diez – Lahn-Kilometer 84
Muss das wirklich sein? Das Städtchen Diez gefiel mir sofort mit seiner gemütlichen Altstadt, den Kaffees und dem Grafenschloss oben am Berg – ich hätte auch den Tag hier verbringen können, aber wir starteten durch. Sieben Kilometern bis nach Balduinstein in einem Kanu paddeln? Erstaunlicherweise klappte es sehr gut und die Landschaft mit den steilen, dicht bewaldeten Uferhängen, Streuobstwiesen und dem Grün am Uferrand ließ mich meine Müdigkeit irgendwann fast vergessen. Wir haben sogar eine Weltberühmtheit gesehen – das Gebäude der Quelle des Heilwassers Staatl. Fachingen. Das Panorama Balduinsteins mit der Burgruine Balduin und dem Schloss Schaumburg war dann aber doch eine doppelte Freude – ein toller Anblick und die Aussicht auf Ausruhen…

Tag 2 – Start Balduinstein – Lahn-Kilometer 91
Mit Muskelkater in den Armen soll ich heute wirklich zwölf Kilometer von Balduinstein nach Laurenburg paddeln? Aber nur als Steuerfrau! Naja, auf die beiden Schleusen in Cramberg und Scheid war ich schon gespannt. Die Tour hat mich dann ein bisschen an den Grand Canyon auf Wasser erinnert – die Lahn verläuft an vielen Stellen wie durch eine Schlucht umgeben von steilen Hängen. Ich hätte gerne noch das Schloss Schaumburg besucht, das man auf der Anhöhe sehen kann – beim nächsten Mal. Habe ich beim nächsten Mal gesagt?

Tag 3 – Start Laurenburg – Lahn-Kilometer 101
Heute klappte das Paddeln schon besser. Vielleicht lag es auch daran, dass das Ziel das Lahnweindorf Obernhof hieß oder weil die Etappe kurz und auch für Ungeübte leicht zu bewältigen ist. Startpunkt war Laurenburg mit der über dem Ort thronenden Burg Laurenburg und ich stellte mir auf der gesamten Strecke vor, wie ich mit einem Glas Lahnwein auf der Terrasse einer Winzerstube sitze – ich wurde nicht enttäuscht.

Tag 4 – Start Obernhof – Lahn-Kilometer 110
Am vorletzten Tag freue ich mich schon richtig auf einen Tag im Kanu inmitten der Natur und war sogar etwas enttäuscht, dass heute „nur“ noch nicht einmal sieben Kilometer angesagt waren. Aber auf dieser Etappe bekam ich viele neue Ideen für einen Besuch an der Lahn – einladende Campingplätze, der Hafen Hollerich mit der Charterbasis für Hausboote oder das mittelalterliche Nassau mit Burg und Bergfried.

Tag 5 – Start Nassau – Lahn-Kilometer 117
Leider schon der letzte Tag – und von Muskelkater war auch nichts mehr zu spüren. Dafür wurde es auf den letzten elf Kilometern zwischen Nassau und Nievern nochmal historisch: Burg Nassau, Stammsitz zahlreicher europäischer Monarchien, mittelalterliche Bauten mit Wehrturm und Stadtmauer in Dausenau sowie die Architektur der Barock- und Bäderzeit des Weltkulturerbes Bad Ems. Fünf Tage Lahn waren was für mich – ich komme wieder!