Einträge von Anja Kocherscheidt

Eine Gruppe von Menschen sitzt in einem halbdunklen, historischen Raum mit hohen Rundbogenfenstern und hört einer älteren Frau mit grauen Haaren und heller Kleidung zu. Sie steht auf der linken Seite hinter einem Tresen, auf dem chemische Laborutensilien und Flaschen mit farbigen Flüssigkeiten aufgebaut sind. Im Hintergrund stehen alte Holzregale, die mit historischen Flaschen und Gefäßen bestückt sind, was dem Raum die Atmosphäre eines alten Labors oder einer historischen Apotheke verleiht.

Die Mutter aller Labore

Es gab eine Zeit, da machte das beschauliche Gießen der Weltstadt Paris ihren Ruf als „Mekka der Chemie“ streitig. Und das ist vor allem einem Mann zu verdanken: Justus Liebig (1803-1873). Wie es dazu kam, erfahren Besucher im „Liebig Museum und Laboratorium“, dem bis heute größtenteils im Originalzustand erhaltenen Labor des Ausnahme-Chemikers.

Dieses markante Fachwerkhaus war das ehemalige Wohn- und Atelierhaus des bedeutenden hessischen Malers und Grafikers Otto Ubbelohde (1867–1922), der vor allem durch seine Illustrationen der Grimmschen Märchen Weltruhm erlangte.

Ein Denkmal für das einfache Leben

Zu den bekanntesten Künstlern des Lahntals zählt der 1867 in Marburg geborene Illustrator, Maler und Zeichner Otto Ubbelohde. Vielen sind vor allem seine Zeichnungen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ein Begriff. Wer mehr über das Leben und Schaffen des Jugendstilmalers erfahren möchte, sollte zum ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des Künstlers in Goßfelden kommen.

Zwei Personen knien vor einem einfachen Lager mit Zelt aus Tierhäuten und untersuchen Materialien am Boden; daneben liegen Tierknochen, ein Korb mit Fundstücken und aufgehängte Felle.

Die Zeiteninsel in Weimar-Argenstein

Im Lahntal wurden lange kaum archäologische Funde erwartet, da das Gebiet als Überschwemmungsfläche gilt. Erst 1991 entdeckte man bei Weimar-Argenstein Spuren aus der Bronze- und Jungsteinzeit. Seitdem zeigen zahlreiche Funde eine rund 11.000 Jahre alte Siedlungsgeschichte. Um diese sichtbar zu machen, entsteht das Freiluftmuseum „Zeiteninsel“.

Die Hüter des guten Tons

Den richtigen Ton zu treffen ist eine Kunst. Das gilt nicht nur in der internationalen Diplomatie, sondern auch für das Glockengießerhandwerk. Familie Rincker im Dörfchen Sinn arbeitet seit dem Jahre 1590 in der Branche.

Auf verwunschenen Pfaden im Burgwald

Verwunschene Mooslandschaften, schmatzende Moore, uralte Eichen, plätschernde Flüsschen und glitzernde Seen prägen den Burgwald und verwandeln ihn in einen regelrechten Märchenwald. Kein Wunder, dass er einst den Heimatmaler Otto Ubbelohde zu einen berühmten Illustrationen der Grimm‘schen Märchen inspirierte.

Die Keramik-Lok

Einen „Train Kiln“ anzufeuern und für den Keramikbrand zu nutzen, ist ein kräftezehrendes Unterfangen. Davon kann Karl-Heinz Till, der in seinem Atelier im Hofgut Appenborn bei Gießen einen solch archaischen Holzbrandofen betreibt, ein Lied singen.

Wanderweg in der Ruppertsklamm

Plätschernde Felsromanze

Wenige Kilometer, bevor sich die Lahn in den Rhein ergießt, wartet ein echtes Naturhighlight auf Aktivurlauber: Zwischen dem mondänen Kurort Bad Ems und Lahnstein hat sich der früher als Michelsbach bekannte Wildbach auf rund 1,5 Kilometern Länge tief durch den Fels gegraben. Ergebnis des geologischen Kräftemessens ist die wildromantische Ruppertsklamm.

Rita Landau erklärt Wanderern einen Pilz.

Per Du mit der Natur

Dass Rita Landau einmal Naturführerin werden würde, zeichnete sich eigentlich schon ab, als sie noch ein junges Mädchen war. Geboren im Gelbachtal, dessen namensgebendes Bächlein schließlich in die Lahn fließt, tat sie nichts lieber, als durch Wälder und Wiesen zu streifen.