Von Händlern und Heiligen
Wer auf der Lahn paddelt, bewegt sich auf einem geschichtsträchtigen Gewässer. Viele der Spuren lassen sich heute nur noch erahnen, doch es gibt etliche, die noch immer sichtbar sind.
Anja Kocherscheidt ist als freie Autorin und Fotografin mit Vorliebe in der Natur unterwegs – am liebsten per Rad, mit dem Kanu oder auf Schusters Rappen. Mit dem Lahntal verbindet sie seit ihrem Studium in Marburg eine lange und innige Liebe.
Wer auf der Lahn paddelt, bewegt sich auf einem geschichtsträchtigen Gewässer. Viele der Spuren lassen sich heute nur noch erahnen, doch es gibt etliche, die noch immer sichtbar sind.
Es ist soweit: Das Liebig-Museum 2.0 eröffnet wieder! Am Samstag, den 27. Juni 2026, von 10 bis 16 Uhr feiert das Museum in Gießen die Wiedereröffnung mit einem Tag der offenen Tür. Freut euch auf Führungen, eine Experimentalvorlesung mit Prof. Dr. Richard Göttlich und viele weitere Einblicke in das „Liebig-Museum 2.0“.
Zu den bekanntesten Künstlern des Lahntals zählt der 1867 in Marburg geborene Illustrator, Maler und Zeichner Otto Ubbelohde. Vielen sind vor allem seine Zeichnungen zu den Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm ein Begriff. Wer mehr über das Leben und Schaffen des Jugendstilmalers erfahren möchte, sollte zum ehemaligen Wohn- und Atelierhaus des Künstlers in Goßfelden kommen.
Im Lahntal wurden lange kaum archäologische Funde erwartet, da das Gebiet als Überschwemmungsfläche gilt. Erst 1991 entdeckte man bei Weimar-Argenstein Spuren aus der Bronze- und Jungsteinzeit. Seitdem zeigen zahlreiche Funde eine rund 11.000 Jahre alte Siedlungsgeschichte. Um diese sichtbar zu machen, entsteht das Freiluftmuseum „Zeiteninsel“.
Den richtigen Ton zu treffen ist eine Kunst. Das gilt nicht nur in der internationalen Diplomatie, sondern auch für das Glockengießerhandwerk. Familie Rincker im Dörfchen Sinn arbeitet seit dem Jahre 1590 in der Branche.
Wenn Fotografie-Enthusiasten glänzende Augen bekommen, dann liegt das meist an fünf magischen Buchstaben: Leica. Die Kultmarke ist untrennbar mit der Stadt Wetzlar verbunden.
In den barocken Räumlichkeiten Im Renaissanceschloss von Hadamar können neben aufwändig sanierten Putten, Stuck und Löwenköpfen die Werke zahlreicher international bedeutender Glaskünstler bestaunt werden.
Verwunschene Mooslandschaften, schmatzende Moore, uralte Eichen, plätschernde Flüsschen und glitzernde Seen prägen den Burgwald und verwandeln ihn in einen regelrechten Märchenwald. Kein Wunder, dass er einst den Heimatmaler Otto Ubbelohde zu einen berühmten Illustrationen der Grimm‘schen Märchen inspirierte.
Einen „Train Kiln“ anzufeuern und für den Keramikbrand zu nutzen, ist ein kräftezehrendes Unterfangen. Davon kann Karl-Heinz Till, der in seinem Atelier im Hofgut Appenborn bei Gießen einen solch archaischen Holzbrandofen betreibt, ein Lied singen.
Wenige Kilometer, bevor sich die Lahn in den Rhein ergießt, wartet ein echtes Naturhighlight auf Aktivurlauber: Zwischen dem mondänen Kurort Bad Ems und Lahnstein hat sich der früher als Michelsbach bekannte Wildbach auf rund 1,5 Kilometern Länge tief durch den Fels gegraben. Ergebnis des geologischen Kräftemessens ist die wildromantische Ruppertsklamm.
Lahntal Tourismus Verband e. V.
Brückenstraße 2
35576 Wetzlar
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