Zwischen Fluss und Farbe
Zeitgenössische Kunst an der Lahn – die EinFlussLahn Galerie
Wo die Lahn vorbeifließt, der Garten bis ans Wasser reicht und Kunst mitten in der Landschaft entsteht, liegt ein besonderer Ort: die EinFlussLahn Galerie in Laurenburg.
Die Galerie ist das Ausstellungshaus der LahnArtists und zugleich Atelier und Kursraum. Hier begegnen sich unterschiedliche künstlerische Ausdrucksformen – Malerei, Grafik, Bildhauerei, Fotografie, Kunsthandwerk und experimentelle Positionen. Wechselnde Ausstellungen geben Raum für individuelle Handschriften und immer neue Perspektiven auf die Gegenwartskunst.
Doch die Kunst endet nicht an der Tür.
Vom Ausstellungsraum führt der Weg durch das Atelier hinaus auf den Balkon. Der Blick öffnet sich über den Garten zur Lahn. Das Wasser, die Bäume, das Licht und die wechselnden Jahreszeiten werden Teil der Wahrnehmung und lassen den Ort immer wieder anders erscheinen.
Der Garten am Lahnufer ist dabei mehr als eine Ergänzung zur Galerie. Er ist ein Ort des künstlerischen Arbeitens und Entdeckens. Ein Färberpflanzenbeet macht sichtbar, wie eng Natur und Kunst miteinander verbunden sein können: Pflanzen liefern natürliche Farbstoffe, aus denen Farben entstehen, die anschließend im Atelier ihren Weg in künstlerische Arbeiten finden.
Kunst, die offen bleibt
Die LahnArtists verstehen Kunst als etwas, das Begegnung braucht. Deshalb ist die EinFlussLahn Galerie ein offener Ort. Hier darf man schauen, fragen, ins Gespräch kommen, verweilen – und sich der Kunst auf die eigene Weise nähern.
Ein Mitglied der LahnArtists ist während der Öffnungszeiten anwesend und gibt gerne Einblicke in die ausgestellten Werke und die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler. Der persönliche Austausch gehört zum Charakter der Galerie ebenso wie die Ausstellungen selbst.
„Kunst für alle“ ist dabei mehr als ein Motto. Es ist die Idee, Kunst ohne Schwellen zugänglich zu machen und einen Ort zu schaffen, an dem Menschen miteinander und mit Kunst in Kontakt kommen können – unabhängig davon, wie viel Erfahrung sie mitbringen.
Zwischen Atelier und Landschaft
Die EinFlussLahn Galerie verbindet verschiedene Formen des künstlerischen Erlebens. Im Atelier wird gearbeitet und ausprobiert, im Kursraum entstehen eigene Ideen, in den Ausstellungen begegnet man den Werken anderer. Dazwischen liegt der Garten – ein Übergang zwischen Innen und Außen, zwischen konzentrierter Arbeit und dem offenen Raum der Landschaft.
Auch die Wege zur Galerie sind Teil dieses Erlebnisses. Sie liegt direkt am Lahnradweg und ist damit auf einer Radtour gut erreichbar. Wer auf der Lahn unterwegs ist, kann ebenfalls anlegen: Die EinFlussLahn Galerie hat einen eigenen Steg.
So kann ein Galeriebesuch ganz beiläufig entstehen – auf dem Weg, während einer Radtour oder einer Kanutour. Vielleicht war ursprünglich nur eine kurze Pause geplant und am Ende bleibt man doch etwas länger.
Ein Ort zum Schauen und Verweilen
Die EinFlussLahn Galerie möchte nicht nur Kunst zeigen, sondern einen Raum schaffen, in dem Kunst, Natur und Begegnung miteinander verbunden sind. Die Nähe zur Lahn, der Garten, das Atelier und die Begegnungen mit den Künstlerinnen und Künstlern geben dem Ort seinen besonderen Charakter.
Vielleicht ist es genau diese Verbindung, die den Besuch so unmittelbar macht: Man kommt wegen der Kunst und entdeckt dabei die Landschaft. Man kommt wegen der Landschaft und bleibt bei einem Bild stehen. Man kommt auf dem Fahrrad oder mit dem Kanu vorbei – und findet einen Ort, an dem man gerne noch ein wenig bleibt.
Die EinFlussLahn Galerie lädt dazu ein, sich Zeit zu nehmen – für Kunst, für Natur, für ein Gespräch oder einfach für einen neuen Blick auf die Dinge.
Gut zu wissen
Ausstellungen
- wechselnde Ausstellungen von April bis Oktober
- zeitgenössische Kunst der LahnArtists
- Eintritt frei
Vor Ort
- Garten und Lahnufer zugänglich
- Atelier und Kursraum
- Färberpflanzenbeet im Garten
- Kaffee und weitere Getränke
- Toiletten
Anreise
- direkt am Lahnradweg (Etappe 7)
- E-Bike-Ladestation
- eigener Steg für Kanus
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LahnArtists









TI Wetzlar, Foto: D. Ketz











