Grüne Soße

Im idyllischen Lottehof in Wetzlar befindet sich auf rund 40 Quadratmetern ein kleiner Garten, eingefasst von einem schlichten Holzzaun – so, wie es ihn vermutlich schon zu Goethes Zeiten gegeben hat.

Hier gedeihen Petersilie und Schnittlauch, Sauerampfer, Pimpinelle, Borretsch und Kerbel – jene aromatische Mischung, die an Goethes mutmaßliche Lieblingsspeise erinnert: die berühmte „Grüne Soße“.

In einem alten hessischen Kochbuch findet sich dieses Rezept für die kalte Kräutersauce.
(Quelle : Hessisches Kochbuch von 1840, Eine Sammlung zum Kochen und Einmachen, Druck: Marburg. Druck und Verlag von R.G. Elwert. 1840)

2 hart gekochte Eigelbe

2 Löffel voll Öl recht fein

gehackte Borage, Pimpinelle, Schnittlauch und etwas Estragon

einige Löffel sauern Schmad

Essig

Salz

Man nimmt 2 hart gekochte Eigelbe, rührt sie mit 2 Löffel voll Öl recht fein, thut gehackte Borage, Pimpinelle, Schnittlauch und etwas Estragon dazu, dann einige Löffel sauern Schmad, Essig und das nöthige Salz.

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