Blick auf Burg Balduinstein (Lahn-Taunus-Touristik e.V.)
Blick auf Burg Balduinstein © Lahn-Taunus-Touristik e.V. VG Diez

Küppeltour

Wanderromantik vom Feinsten

Auf hochherrschaftlichen Pfaden rund um Schloss Schaumburg und zu vielen Highlights um den Küppel. Ein herrlicher Rundweg mit eindrucksvollen Ausblicken in den Taunus, den Westerwald und das Lahntal.

Strecken-Info:

Schwierigkeit
mittel
Strecke
16,7 km
Dauer
5:00 h
Aufstieg
456 m
Abstieg
469 m
aussichtsreich geologische Highlights kulturell / historisch

Insider-Tipp

Höhepunkte

Die Schaumburg mit ihren markanten Türmen.

Der Gang entlang der Mauer der ehemaligen Dienergärten.

Waldliege mit Blick auf die Feldkirche Habenscheid.

Für Gruppen und auf vorherige Anfrage - Einkehrmöglichkeit in der Gaststätte Schmidt, Hauptstr. 16, in Wasenbach, Tel. 06432 5929

Gabelstein mit  Aussichten hinunter ins Lahntal.

Hier geht's los:

Start
Wanderparkplatz am oberen Ortsrand von Balduinstein an der K 25
Ziel
Wanderparkplatz am oberen Ortsrand von Balduinstein an der K 25

Höhenprofil

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Wegbeschreibung

Den Wanderparkplatz verlassen Sie an seiner Einfahrt auf dem  ansteigenden Weg. An dessen Ende geht es li hoch über die Straße Am Hain hinweg und gleich neben dem ersten Haus auf dem Grasweg weiter hoch.  Man umrundet das Eckgrundstück und wandert durch Wiesen oberhalb der Häuser.

Schließlich rücken die Schaumburg vorne li und  dann re unten die Ruine der Balduinburg in Ihren Blick. Am Ende der Wiese steigen Sie entlang des Weidenzauns aufwärts zur Zufahrt zur Schaumburg, der K 35.

Schaumburg

Die Anfänge der Schaumburg reichen ins frühe Mittelalter zurück, aber erst 1197 wird sie erstmals urkundlich erwähnt. 1850 - 1855 ließ der damalige Besitzer Erzherzog Stephan von Österreich die Schaumburg nach englischem Vorbild in ein neugotisches Schloss verwandeln. Dabei erhielt sie ihre markanten, weithin sichtbaren Türme.

Man überquert die Straße und folgt leicht re versetzt den ausgeschilderten Wanderwegen (auch Lahnhöhenweg sowie Zugang zum Lahnwanderweg). An der Ostecke der Schlossmauer und neben einer allein stehenden Buche geht es in den Wald hinein.

Li vom Weg zieht sich die alte Mauer der einstigen Dienergärten der Schaumburg. Ein  romantischer Weg auf gleicher Höhe verläuft unterhalb der Schiefermauer entlang einer Terrassenkante und einzelne Sequoiabäume im Wald verraten noch, dass es sich um einen herrschaftlichen Garten handelt.

Durch eine Bresche in der Mauer setzt sich der traumhafte Pfad fort und führt langsam absteigend zum obersten ehemaligen Fischteich der Schaumburg in diesem Tälchen. An dem kleinen grünen See wendet man sich re und steigt auf dem Hauptweg kontinuierlich den Emmaberg aufwärts. Dann folgt ein längeres Stück, bei dem man auf gleicher Höhe bleibend und schließlich nach einem markanten Wegknick nach li an einer scharfen Kurve der K 34 steht.

Sofort in dieser fast rechtwinkligen Kurve wandert man li wieder auf einem Grasweg in den Wald hinein. Am Ende dieses Wegs überquert man die L 323 und wandert abwärts auf die große Rodungsfläche der Wüstung Habenscheid mit der Kirche zu. Genießen Sie aber erst einmal auf Wanderliegen am Waldrand den Blick in die Landschaft!

Wüstung Habenscheid

Es mag erstaunen, dass da eine Kirche, die größer als ein Kapellchen ist, ziemlich einsam in der Gegend steht. Auf  der amtlichen Topografischen Karte findet man die Bezeichnung „Wüstung Habenscheid“. Wüstung bedeutet, dass es hier einst neben der Kirche ein kleines Dorf gab, das inzwischen „wüst gefallen“ ist. Die einstigen Bewohner haben das im 8. Jh. gegründete Dorf im Dreißigjährigen Krieg aufgegeben. Im Laufe der Zeit ist der Siedlungsplatz zugewachsen oder wurde vom letzten Bauern, den es heute dort noch gibt, zu einer landwirtschaftlichen Nutzfläche, zu Wiesen und Weiden umgewandelt.

In der aus dem 12. Jh. stammenden Kirche werden noch gelegentlich  Gottesdienste abgehalten.

Der Wanderweg geht unterhalb der Kirche auf dem asphaltierten Feldweg nach li durch Wiesen und Weiden und steigt dann parallel zum Wald leicht an. Am Ende des Walds - kurz nach der Hochspannungsleitung - biegen Sie re ab und folgen wieder dem Waldrand nun abwärts. Üppige Brombeerbüsche zu Ihrer Rechten sorgen in der richtigen Zeit für einen ausgeglichenen Vitaminhaushalt! Sind Sie früher im Jahr unterwegs, gibt es hier Ernte von Wildkirschen.

Dann wartet ein kleiner Test Ihrer Geländegängigkeit auf Sie, denn es geht nach der Beerenparade geradeaus weiter durch ein Wäldchen, das mit einer wenige Meter hohen Geländekante in die Aue des Wasenbachtals abfällt. Wanderstöcke tun hier gute Dienste.

Man wandert das kleine Tal abwärts, zuerst auf dem rechten, dann dem linken Ufer des kleinen Bachs und nähert sich so dem gleichnamigen Dorf. Vor dem ersten Haus von Wasenbach hält man sich li auf einem Grasweg, der von einigen Pflaumenbäumen flankiert an Gärten vorbei führt. Am Wegende unterhalb eines kleinen Rastplatzes mit Wasserpumpe überquert man die Straße und geht den Mühlweg an einem malerischen Fachwerkhaus vorbei hinunter.

Am Ende überquert man die Hauptstr., hält sich li und läuft gleich re Auf dem Küppel hoch Richtung Friedhof. Vorbei am Parkplatz des Friedhofs geht es zunächst mit Blick auf die Dorfkirche li allmählich leicht ansteigend den Waldweg hoch.

Am Ende dieses Weg bietet sich vom Waldrand ein schöner Blick über Höhen des Westerwalds in der Ferne, davor das Dorf Steinsberg und re davon die bewaldete Kuppe des Küppels, die sich aus den umgebenden Feldern erhebt. Man folgt li dem Waldrand und biegt nach einer kleinen Tannenbaumschonung re ab und wandert auf einem Grasweg auf den Küppel zu.

Am ersten Grasweg li biegt am ab, geht hinunter auf eine Streuobstwiese zu, hält sich re und steigt auf dem gegenüber liegenden Hang hoch. Der 2. Weg li führt zur Straße K 37 und kurz vor dem Friedhof vor dem Ortsrand geht es li vorbei an einem Reiterhof durch Weiden abwärts Richtung Wald.

Ungefähr auf einer Höhe bleibend führt die Route nun durch einen lichten Niederwald aus Buchen und man umrundet somit die Hochfläche von Steinsberg.

Niederwaldwirtschaft

Im Mittelalter begannen die Bauern mit der Niederwaldwirtschaft, um leichter an Brennholz und dünnere Baumstämme als Bauholz oder für andere Zwecke zu kommen. Dabei ließ man die Buchen nicht einen dicken Stamm ausbilden, sondern schlug das Holz immer nach einer bestimmten Frist von einigen Jahren, so dass sich büschelartig eine Reihe von dünnen Stämmen  aus einer Wurzel bildete und ein charakteristisches Waldbild  entstand.

Dabei wandert man oberhalb des Rupbachtals - inklusive einem schönen Aussichtspunkt mit Bank nahe dem Abgrund -  und kann immer wieder am rechten Wegrand erkennen, dass man durch das Rheinische Schiefergebirge wandert. Bei den Steinsberger Leien läuft man über dem Lahntal, jedoch ohne den Fluss auch zu sehen. Die Küppeltour folgt hier dem Waldrand von Steinsberg und führt auf der Höhe eines einzeln „vor“ den übrigen Häusern stehenden Bauernhofs Richtung Dorfrand.

Am diesem Bauernhof geht man li Richtung Sportplatz, an dessen östlichen Rand in einem kleinen Wegzacken nach re und gleich wieder li, um mit schönstem Panoramablick gekrönt in der Ferne von der Schaumburg auf einem langen Grasweg ins Höllenloch abzusteigen.

Das Höllenloch ist das wild romantische Tälchen des Hellbachs, in dem Stürme für einen „Mikadowald“ gesorgt haben. In engen Serpentinen steigt man aus dem Höllenloch wieder hoch, wandert durch Niederwald  und biegt am Wegende li auf einen breiten Forstweg ab.

Dem Wegweiser zum Gabelstein sollten Sie unbedingt folgen, denn der kurze Abstecher bietet aus einem Pavillon am Felsrand einen eindrucksvollen Blick tief hinunter in das Lahntal.

Dann gehen Sie wieder zurück zu diesem Weg, zunächst auf einem kleinen parallel verlaufenden Pfad, dann auf die „Forstautobahn“ und gelangen zum Waldrand. Hier steigen Sie re den 1. Grasweg hoch, nehmen dann den 1. li, überqueren die Landstraße K 34 und steigen gleich wieder den Hang abwärts.

Am Wegende geht es re weiter, auf der offenen Höhe an Weiden und Apfelbaumreihen vorbei  und steigt wieder mit der Schaumburg als Landmarke den Hang auf einem Grasweg hinunter.  Der Weg endet an der K 36, der Sie abwärts bis zur nächsten Abzweigung am Talhof der Schaumburg nach re folgen.

Am Anfang der Kastanienreihe, die der kleinen ansteigenden Straße einen herrschaftlichen Rahmen bietet, biegt li ein Pfad ab, der eine Serpentine abschneidet und sich fortsetzt, um die nächste große Serpentine abzuschneiden. Am Ende des Pfads mit seiner markanten Nadelbaumreihe steigt man li eine kleine Treppe hoch, wendet sich nach re und stößt bald auf eine Lücke in der hohen Schlossmauer. Über die lange Treppe zwischen der Hauptburg und der Vorburg gehen Sie hoch und meistern damit Ihren letzten Anstieg auf der Küppeltour! Könnte der Rahmen dafür eindrucksvoller sein?

Am Ende der Treppe gehen Sie einige Schritte li hoch, um dann auf dem Fahrweg zur Hauptburg wieder re abzusteigen. Aus der ersten Serpentine zweigt der Weg ab in den Wald hinunter nach Balduinstein.

Auf der linken Seite stoßen Sie schließlich auf einen ehemaligen Basaltsteinbruch mit seinen markanten dunkelgrauen Säulen, die hier fast quer zu liegen scheinen.

Basaltsteinbruch

Durch die Gesteinsschichten des Rheinischen Schiefergebirges konnten im Laufe der Erdgeschichte immer wieder Vulkane ihre glühenden Gesteinsmassen an die Erdoberfläche bringen. Wenn der flüssige Basaltstrom langsam abkühlen konnte, entwickelten sie die auffallenden Säulen, die man in diesem Steinbruch sieht. Der Basalt ist ein besonders hartes Gestein, das gerne u.a. für wehrhafte Burg- und Stadtmauern genutzt wurde.

Sie folgen weiter dem Weg abwärts und gelangen nach einigen Serpentinen beim Wasserwerk Balduinstein an den Waldrand. Man steigt weiter abwärts den Häusern und biegt die 1. re ab. Es ist die Straße (hier ohne Schild) „Am Hain“, der Sie zu ihrem anderen Ende folgen. Dort stoßen Sie auf die K 25, gehen aber in der Kurve nach li und gleich wieder re, um auf den Wanderparkplatz zu kommen.

Blick auf Burg Balduinstein (Lahn-Taunus-Touristik e.V.)
Blick auf Burg Balduinstein © Lahn-Taunus-Touristik e.V. VG Diez
Ehemalige Parkanlage unterhalb Schloss Schaumburg (Lahn-Taunus-Touristik e.V.)
Ehemalige Parkanlage unterhalb Schloss Schaumburg © Lahn-Taunus-Touristik e.V. VG Diez
Überquerung des Wasenbachs (Lahn-Taunus-Touristik e.V.)
Überquerung des Wasenbachs © Lahn-Taunus-Touristik e.V. VG Diez
Feldkirche Habenscheid (Lahn-Taunus-Touristik e.V.)
Feldkirche Habenscheid © Lahn-Taunus-Touristik e.V. VG Diez
Teich im "Langen Grund" (Lahn-Taunus-Touristik e.V.)
Teich im "Langen Grund" © Lahn-Taunus-Touristik e.V. VG Diez

Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Lahntal Tourismus Verband e. V.

Autor: Lahntal Tourismus Verband e. V.