Auf dem Lahnradweg durch Diez (Dominik Ketz)
Auf dem Lahnradweg durch Diez © Dominik Ketz © Tourist-Information Diez

Lahnradweg

Von der Lahnquelle bei Feudingen bis zur Lahnmündung in den Rhein – auf dem fast 250 Kilometer langen Lahnradweg lässt es sich ganz entspannt durch das romantische Lahntal radeln.

Strecken-Info:

Schwierigkeit
leicht
Strecke
250,3 km
Dauer
18:00 h
Aufstieg
522 m
Abstieg
1095 m
aussichtsreich Etappentour geologische Highlights kulturell / historisch Von A nach B

Insider-Tipp

Ganz nach Lust und Laune bzw. natürlich auch je nach körperlicher Fitness - der Lahnradweg lässt sich bequem in Tagesetappen einteilen. Zahlreiche Übernachtungsmöglichkeiten und die gute Bahnanbindung machen die Planung sehr flexibel.

 

Hier geht's los:

Start
Lahnquelle bei Netphen (Forsthaus Lahnquelle, Lahnhof 1, 57250 Netphen)
Ziel
Lahnstein-Niederlahnstein (danach kurzer Weg zum Bahnhof Niederlahnstein, Bahnhofstraße 1, 56112 Lahnstein)

Höhenprofil

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Wegbeschreibung

Schon die ersten Kilometer sind ein Genuss! Gemütlich rollt man von der Lahnquelle am Lahnhof aus auf dem gut markierten Weg hinunter nach Feudingen und genießt die Waldlandschaft entlang der noch sehr jungen Lahn. Bad Laasphe, an der Südseite des Rothaargebirges gelegen, wartet schon bald mit seiner sehenswerten Altstadt und den schmucken Fachwerkfassaden.

In Biedenkopf lohnt sich ein Ausflug zum Landgrafenschloss, welches weithin sichtbar hoch über der Stadt thront. Durch weite Wiesen und Felder, vorbei an einladenden Orten wie Buchenau, Caldern, Lahntal oder Cölbe, radelt man ohne großen Kraftaufwand entspannt weiter der Lahn entlang. Die Universitätsstadt Marburg setzt mit dem Ensemble ihrer Altstadt und dem Schloss ohne Zweifel kulturhistorische Glanzlichter. Über Niederweimar, Odenhausen, Ruttershausen und Lollar lässt man es weiter ins Gleiberger Land, welches durch seine markanten Burgruinen Gleiberg und Vetzberg charakterisiert ist, hinein rollen.

Bei Wettenberg-Wißmar lädt das Holz + Technikmuseum zu einem informativen und spannenden Besuch ein. Auch in Gießen gibt es eine Menge zu erleben. Hier locken Highlights wie das Lahnfenster Hessen, durch das sich die Unterwasserwelt der Lahn erkunden lässt, sowie das neue Schloss, das Zeughaus und der botanische Garten. Mitmachen und Experimentieren darf man im Museum Mathematikum. Zahlreiche Übernachtungs- und Einkehrmöglichkeiten sowie die gute Bahnanbindung machen Gießen zu  einem beliebten Etappenort des Lahnradweges.

Von Gießen aus radelt man weiter durch das mittlere Lahntal. Weite grüne Auen und idyllische kleine Seen liegen am Wegesrand. Und mit Wetzlar wartet schon das nächste quirlige Fachwerkstädtchen. Wer Zeit für eine Rast hat, kehrt in einem der vielen Restaurants und Cafés in der Altstadt ein oder genießt einfach die Sonne in einer der erholsamen Grünanlagen der Goethe- und Optikstadt.

Immer weiter, und übrigens auch immer noch ganz bequem und ohne merkliche Steigungen, fährt man, mal links, mal rechts der Lahn entlang über Solms, Leun und Löhnberg bis nach Weilburg. Die barocke Schlossanlage der Residenzstadt ist auf jeden Fall einen Besuch wert. Auch den ältesten und längsten heute noch befahrbaren Schiffstunnel sollte man sich anschauen. Weilburg hat eben eine ganze Menge zu bieten.

Ab Weilburg vollführen die Lahn und damit auch der Lahnradweg zahlreiche Windungen. Genau das macht wohl den Reiz des ab hier erneut veränderten Landschaftsbildes aus. Hier hat man oft das Gefühl, von der Welt abgeschieden zu sein. Und hinter der nächsten Kurve wartet schon wieder eine andere Postkartenansicht. Beschaulich gleitet man durch pure Natur und bewundert Kleinode wie Villmar oder Runkel. Und ehe man sich versieht, erscheint hoch über der Lahn schon der bekannte Limburger Dom am Horizont.

Auch in Limburg sollte man die Lahn für einen kurzen Stadtbummel verlassen. In der mittelalterlichen Altstadt mit ihren zahlreichen liebevoll restaurierten Fachwerkhäusern laden kleine Geschäfte, Cafés und Restaurants zum Verweilen ein. Den Dom muss man, natürlich auch von innen, gesehen haben und mit dem „Römer 2-4-6“ findet man in Limburg eines der ältesten freistehenden Fachwerkhäuser Deutschlands.

Unter der alten Lahnbrücke hindurch führt der Lahnradweg nun in das romantische untere Lahntal hinein. Bei Staffel verlässt man Hessen und radelt jetzt durch Rheinland-Pfalz, wo man auch gleich von der malerischen Oranierstadt Diez begrüßt wird. Hier findet man mit Schloss Oranienstein und dem Grafenschloss gleich zwei sehenswerte Schlösser, welche beide auch Museen beherbergen.

Malerisch ist wohl die treffende Bezeichnung für die Landschaft, durch die man jetzt weiter rollt. Die Lahn schlängelt sich durch bewaldete Hänge und glitzert im Sonnenlicht. Das Örtchen Balduinstein ergänzt passend die Kulisse, die man leider bei Geilnau auf der ersten und einzigen richtigen Steigung des gesamten Lahnradweges verlassen muss. Ab Holzappel geht es dann wieder bergab und damit auch wieder zurück an die Lahn.

Diese Radwegelücke zwischen Geilnau und Laurenburg wird übrigens schon bald geschlossen sein. Wir halten Sie hier auf dem Laufenden!

Von Laurenburg aus führt der Lahnradweg nun wieder mit ständiger Lahnberührung nach Obernhof. Ein Ort mit einer langen Weinbautradition. Mit einem Bürgerweinberg erlebt diese Tradition seit kurzem eine echte Renaissance. Ein Fläschchen Riesling oder Spätburgunder passt bestimmt noch in die Satteltasche. Durch den Naturpark fährt man nun weiter nach Nassau mit der hoch am Berg thronenden Burg Nassau-Oranien. Auch hier lohnt sich eine genussvolle Pause in einem der schönen Cafés des lebendigen Stadtkerns.

Über Dausenau, dessen mittelalterlicher Ortskern mit der Stadtmauer und dem schiefen Turm allerdings auf der gegenüberliegenden Seite der Lahn liegt, erreicht man nun die mondäne Kurstadt Bad Ems. Kaiserbad, Sommerhauptstadt Europas, Weltbad - und seit dem 24.07.2021 nun sogar UNESCO Welterbe! Bad Ems ist stolz darauf, diese hohe internationale Auszeichnung erhalten zu haben. Flaniert man durch die Stadt, wird einem auch schnell klar, dass Bad Ems mit seinen eleganten Bauten verdientermaßen zu den „Great Spas of Europe“ gehört.

Noch einmal geht es nun weiter die Lahn entlang. Bis diese schließlich in Lahnstein in den Rhein mündet. Der Blick auf die inzwischen zu einem erwachsenen Fluss gereifte Lahn, das Ankommen an Vater Rhein und die romantischen Burgen Lahneck und Stolzenfels lassen einen in Erinnerungen an die veschiedenen Tagesetappen schwelgen, in die man den Lahnradweg aufgrund der vielen Übernachtungsmöglichkeiten sinnvoll und flexibel einteilen kann.

 

Wegemarkierung

Der Lahnradweg ist durchgängig mit einem eigenen quadratischen Logo markiert und nach den Markierungsvorgaben des ADFC ausgeschildert. Jede Abbiegung hat einen vollwertigen Wegweiser. Dieser ist in Nordrhein-Westfalen in Rot, ansonsten in Grün gehalten. 

Auf dem Lahnradweg durch Diez (Dominik Ketz)
Auf dem Lahnradweg durch Diez © Dominik Ketz © Tourist-Information Diez
Lahnradweg trifft Kanufluss Lahn (Dominik Ketz)
Lahnradweg trifft Kanufluss Lahn © Dominik Ketz © Lahntal Tourismus Verband e. V.
Auf dem Lahnradweg durch das Gleiberger Land bei Gießen (Dominik Ketz)
Auf dem Lahnradweg durch das Gleiberger Land bei Gießen © Dominik Ketz © Lahntal Tourismus Verband e. V.
Auf dem Lahnradweg in Weilburg (Dominik Ketz)
Auf dem Lahnradweg in Weilburg © Dominik Ketz © Lahntal Tourismus Verband e. V.
Excellente Bahnanbindung am Lahnradweg (Dominik Ketz)
Excellente Bahnanbindung am Lahnradweg © Dominik Ketz © Lahntal Tourismus Verband e. V.

Präsentiert mit freundlicher Unterstützung von:
Lahntal Tourismus Verband e. V.

Autor: LTV-Gästeservice