Station 7 Hafen / Rheinanlagen, © Stadt Lahnstein

Themenweg Historisches Lahnstein Station 7 Hafen / Rheinanlagen

Lahnstein

Tor zur Welt Die Gunst der Lage am Zusammenfluss von Lahn und Rhein prägt die Geschichte der Stadt. Das ehemals eigenständige Oberlahnstein entwickelt sich mit seiner Schiffsanlegestelle bereits im frühen Mittelalter zu einem bedeutenden Warenumschlagsplatz. Hier werden Güter zwischen Lahnkähnen und Rheinschiffen umgeladen. Händler bieten ihre Waren an. Auch die Landesherren, die Mainzer Erzbischöfe und Kurfürsten, schätzen den Vorzug der Lage an der Flussmündung. Spätestens 1298 richten sie hier, am nordwestlichen Rand ihres Territoriums, eine Zollstelle ein und sichern diese durch einen eigenen Wehrbau, die Martinsburg. Jahrhunderte lang bildet der Oberlahnsteiner Zoll eine ergiebige Einnahmequelle, von der auch die Stadt profitiert. Um den zahlreichen Schiffen das Anlegen und Laden zu erleichtern wird das Ufer des Rheins immer wieder umgestaltet. Der rasante Aufschwung der Dampfschifffahrt macht in der Mitte des 19. Jahrhunderts einen leistungsfähigen Hafen erforderlich. Im Jahr 1860 wird mit dem Bau eines ersten, kleinen Hafenbeckens begonnen. Die Anbindung an die neue Lahntalbahn erschließt den Zugang zu dem Lahnmarmor sowie den Erzen, Kalk- und Basaltsteinen aus Westerwald und Taunus. Rasch entwickelt sich der Hafen zu einem bedeutenden Umschlagplatz zwischen Wasser und Land. Mit der folgenden Entwicklung Oberlahnsteins zu einem industriellen Zentrum wird der Hafen mehrmals erweitert und der dazu gehörende Umladebahnhof erheblich vergrößert. 1939 tritt die heutige Hafeneinfahrt auf der Lahnseite an die Stelle der ursprünglich rheinseitigen. Bei Eisgang bietet das Becken den Schiffen Schutz. In manchen Wintern liegen hier über 100 Kähne vor Anker. Diese wichtige Funktion verliert der Hafen erst, als in den 1960er Jahren die fortschreitende Rheinverschmutzung das Zufrieren des Flusses fortan verhindert. Auch das Rheinufer ist vom Wandel der Zeiten geprägt. 1862 fällt die historische Uferkulisse von Oberlahnstein dem Anschluss der Bahn an den Hafen zum Opfer. Doch schon bald, im Jahr 1885, wird mit der Verlegung der Lahnmündung das Rheinufer erheblich erweitert, die über den Hafendamm zugängliche Halbinsel des Hafenkopfes entsteht. Zwischen Martins-burg und Hafen wird die schmuckvoll gestaltete Rheinpromenade angelegt - sie entwickelt sich rasch zu einem beliebten Touristenziel. Auch heute erreichen viele Gäste aus Nah und Fern auf ihrer Reise durch das UNESCO-Welterbe Oberes Mitttelrheintal Lahnstein mit dem Schiff. Am Rheinufer gewinnen sie einen ersten Eindruck der Stadt an der Lahnmündung. *** Für Kids: *** In günstiger Lage Lahnstein verdankt seine Entstehung der besonderen Lage an der Mündung der Lahn in den Rhein. Seit alters her sind die beiden Flüsse wichtige Verkehrswege. Wo sie zusammen-treffen entwickelte sich früh ein Platz, an dem Personen umstiegen, Waren umgeladen und gehandelt wurden.
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