Station 16 Johannisbasilika, © Stadt Lahnstein

Themenweg Historisches Lahnstein Station 16 Johannisbasilika / Burgus

Lahnstein

Strategisch günstig Um die Zeitenwende leben im Gebiet des Mittelrheins die Römer. Fast 500 Jahre verläuft hier die nördliche Grenze ihres Imperiums. Noch für viele Jahrhunderte werden die Geschichte und die Kultur der Region stark von dieser Zeit geprägt. Zahlreiche Funde bestätigen, dass sich auch im heutigen Niederlahnstein eine größere römische Befestigung befindet, welche sich die besondere Lage an der Lahnmündung zunutze macht. Der Limes, der Grenzwall des römischen Weltreiches, verläuft in geringer Entfernung ungefähr 12 km östlich von Lahnstein. Er schottet das Reich gegen die Germanen ab. Nach der Aufgabe des Limes lässt der damalige römische Kaiser Valentinian I. im Jahre 369 n. Chr. zur Sicherung der Rheingrenze eine Befestigungsanlage und eine Schiffslandestelle errichten. Diese liegen strategisch günstig auf einer Insel im Mündungsbereich der Lahn, umgeben von den Mündungsarmen des Flusses. Die Befestigung, der Burgus, ist vermutlich ein dreigeschossiger Turm von ca. 20 x 13 Metern Grundfläche, den in einigen Metern Entfernung ein tiefer Graben umgibt. Der massive Steinturm hat bis zu 3 m starke Mauern und wird im Mittelalter „domus fortis supra Lonetam“ - festes Haus an der Lahn - genannt. Daraus ergibt sich im Lauf der Jahre der heutige Name der Stadt Lahnstein. Als die Römer im 5. Jahrhundert das Rheintal aufgeben, verliert der Burgus seine militärische Bedeutung. Er wird fortan als Wohnburg genutzt. Im Jahr 1549 wird er zum letzten Mal urkundlich erwähnt, zu dieser Zeit ist er nur noch eine Ruine. Erst im Jahre 1914 entdeckt man den römischen Wehrbau wieder. Umfangreiche Grabungen  legen ihn 1926 frei. Um das bedeutende Kulturdenkmal zu konservieren wird die Grabung 1946 mit Bombentrümmern des Zweiten Weltkrieges wieder zugeschüttet. Seitdem wartet der römische Burgus auf seine weitere Erforschung. *** Für Kids: *** Unbezwingbar Zu Beginn unserer Zeitrechnung gehörte das Mittelrheintal zum Römischen Reich. An der Lahnmündung ließ der römische Kaiser eine Befestigungsanlage   einen so genannten Burgus   errichten. Dies war ein massiver Steinturm mit bis zu 3 m dicken Mauern, der von einem tiefen Graben umgeben war und somit von den Feinden kaum erreicht werden konnte.
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