Simultankirche Friedrichssegen, © Stadt Lahnstein

Ehem. Simultan Friedenskirche Friedrichssegen

Lahnstein

Die Kirche wurde 1888 von der Grubengesellschaft für beide Konfessionen erbaut. Damals hatte der Ort 921 Einwohner, die eine Hälfte der Bürger protestantisch, die andere Hälfte katholisch. 1870 fand der protestantische Gottesdienst in der damaligen Schule statt, der katholische in einem Beetsaal direkt neben der Schule. In Monaten des Sommers wurde einmal im Monat, im Winter zweimal die Messe gelesen, da der Pfarrer von außerhalb kommen musste. Den Friedrichssegener Bürgern war dies zu wenig und da der Wohlstand wuchs, beauftragte die Grubengesellschaft einen Wiesbadener Architekten mit dem Bau der „Friedenskirche“, eine Simultankirche für beide Konfessionen. Er war die Blütezeit des Ortes doch bereits sieben Jahre später wurde der Niedergang spürbar und die Arbeiter begannen abzuwandern. Die letzte hl. Messe für die kath. Mitbürger fand 1912 und für die evangelischen 1917 in dieser Kirche statt. 1937 wurde die Kirche, inzwischen zur Ruine geworden, gesprengt. Der Grundriss der ehemaligen Friedenskirche wurde vor einigen Jahren wieder freigelegt.
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