Bergbaumuseum Lahnstein Freidrichssegen 1, © Stadt Lahnstein

Bergbaumuseum Grube Friedrichssegen

Lahnstein

Die Geschichte des Bergbaudorfs Friedrichssegen kann man im Bergbaumuseum „Grube Friedrichssegen“, das ein eigener Arbeitskreis im Jahr 2000 eingerichtet hat, noch einmal erleben. In einem Modell ist das Dorf mit dem Stand des Jahres 1900 dargestellt. Weiter sind eine große Anzahl alter Grubenbilder aus den Jahren 1905/1910 ausgestellt sowie Friedrichssegener Mineralien zu sehen. Der Eintritt ist kostenfrei. Bereits 1220 ist urkundlich belegt, dass dem Mainzer Erzbischof die Schürfrechte zugesichert wurden. Im 18. Jahrhundert wurden die Gruben im Lahnsteiner Wald einer Oberlahnsteiner Gewerkschaft zum Abbau überlassen. 1852 wurde die Zeche Friedrichssegen, wie sie inzwischen hieß, verkauft und als Anonyme Aktiengesellschaft des Silber- und Bleibergwerks Friedrichssegen geführt. Die Grubenbaue wurden in der Folgezeit ständig erweitert: sechs Schachtanlagen mit einer Gesamttiefe von 664m, acht Stollen und 17 Tiefbausohlen mit einer Gesamtlänge von 21.723 m, davon 18.200 m mit Schienen für Loren (Hunte) befahrbar. Bis 1913 wurden hier Blei, Spateisen und Zink erfolgreich gefördert. Die Erze wurden durch eine moderne elektromagnetische Aufbereitungsanlage aufbereitet. 1913 ging die Bergwerksaktiengesellschaft Friedrichssegen in Konkurs, die Bevölkerung verarmte, die Gebäude verfielen und wurden größtenteils abgerissen. Weitere Informationen: Stadtarchiv Lahnstein, Bernd Geil; Tel.: 02621-914-296, archiv@lahnstein.de

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Öffnungszeiten:

  • 02.04.2019 (14:00:00) - 29.10.2019 (17:00:00)

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