Heimatmuseum Daaden, © VG.D.

Heimatmuseum des Daadener Landes

Daaden

Was hat es mit dem „Hahnengel“ auf sich? Das Heimatmuseum in Daaden vermittelt überraschende Einblicke Das Heimatmuseum des Daadener Landes, dessen Anfänge bis in das Jahr 1921 zurückreichen, ist im Obergeschoss der „Alten Post“ in der Ortsmitte von Daaden untergebracht. Dieses 1671 als Amtssitz des gräflichen Verwalters erbaute historische Gebäude mit dem charakteristischen Rundturm, das später fast 80 Jahre lang das örtliche Postamt beherbergte, wurde 1979/80 umfassend renoviert und mit dem neu gebauten Bürgerhaus zu einer baulichen Einheit zusammengeschlossen. Das Museum hält zum einen die Geschichte und die Tradition des Daadener Landes lebendig. Erinnert wird beispielsweise an das alte Gerichtswesen, den Bergbau und die Kirchengeschichte. Zum anderen wird aber auch das einfache Leben früherer Generationen dargestellt. Fotos, Werkzeuge und Einrichtungsgegenstände zeugen von der Landwirtschaft, dem Hauberg sowie von Schule, Handwerk und Heim. Verschiedene Geschichtstafeln ermöglichen einen Einblick in die Historie des Daadener Landes. Neben den dauerhaft ausgestellten Exponaten führt das Museum zu bestimmten Themen, Ereignissen oder Persönlichkeiten auch Sonderausstellungen durch. Im Foyer des Bürgerhauses kann zudem eine Dauerkunstausstellung besucht werden. Bergbau und Hüttenwesen Das Daadener Land ist seit Jahrhunderten vom Bergbau geprägt. Erste Spuren von Erzgewinnung und Verhüttung stammen aus der Zeit von 500 bis 100 v. Chr. Zu Tage gefördert wurden vor allem Kupfer- und Eisenerze, die auch vor Ort verhüttet wurden. Vielen Familienvätern gaben die Bergwerke und Hütten sowie die Steinbrüche und Sandgruben Arbeit und Brot. Als im März 1965 die größte Eisenerzgrube des Siegerlandes, die Grube „Füsseberg“ in Biersdorf, geschlossen wurde, ging die lange Tradition des Erzbergbaus im Daadener Land zu Ende. Werkzeuge, Gerätschaften und Uniformen der Bergmänner, aber auch Fotos und Mineralien sowie ein Modell eines Förderturms mit Untertagedarstellung halten die Erinnerung an den Bergbau wach. Kirchengeschichte Um die Mitte des 12. Jahrhunderts wurde in Daaden die erste Kirche gebaut; spätestens seit dieser Zeit ist der Ort auch Zentrum des gleichnamigen Kirchspiels. Verschiedene Exponate erinnern an kirchengeschichtliche Ereignisse und an die 1722 bis 1724 erbaute heutige Kirche, eine der größten und schönsten Schöpfungen des Barocks im Westerwald. Am interessantesten ist jedoch die Wetterfigur vom Turm der Daadener Kirche aus dem Jahr 1731, der sogenannte „Hahnengel“. Warum der goldene Engel so heißt, erfährt man bei einem Besuch im Heimatmuseum. Hauberg Eine bis in die heutige Zeit andauernde Besonderheit ist die hiesige Form der Waldbewirtschaftung, der Hauberg. Dieser besteht aus Niederwald, der aus Stockausschlag hervorgegangen ist. Der Hauberg war aber nicht nur Holzlieferant. Eichenrinde wurde zu Gerblohe verarbeitet, im geschlagenen Hauberg wurde Korn gesät und geerntet und auch das Vieh fand hier ein oder zwei Jahre lang seine Nahrung. Verschiedene Geräte und Bilder verdeutlichen, wie die Arbeit im Hauberg früher aussah. Ski-Pionier Siegfried Koch Siegfried Koch aus Neuwied entdeckte zu Beginn des 20. Jahrhundert die Gegend um den Stegskopf als ideales Wintersportgebiet und machte hier den noch jungen Skisport bekannt. Der Stegskopf wurde zu einem der bekanntesten Skigebiete Westdeutschlands. Im Heimatmuseum ist neben sonstigen Ausstellungsstücken das erste Paar Ski des begeisterten Wintersportlers zu sehen. In der auf dem Stegskopf gebauten und nach Koch benannten Siegfriedhütte entstand 1932 das weltbekannte Lied „O du schöner Westerwald“.

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Öffnungszeiten:

  • 10.07.2018 (16:00:00) - 31.12.2030 (18:00:00)
  • 05.08.2018 (15:00:00) - 05.08.2030 (18:00:00)
  • 02.09.2018 (15:00:00) - 02.09.2030 (18:00:00)
  • 07.10.2018 (15:00:00) - 07.10.2030 (18:00:00)
  • 04.11.2018 (15:00:00) - 04.11.2030 (18:00:00)
  • 02.12.2018 (15:00:00) - 02.12.2030 (18:00:00)

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